Über Menschen in Ostrumänien

Equiwent Humanitas ist das weniger bekannte Engagement vom Team Equiwent.
Ein Bericht von Markus Raabe, Journalist
Im den vergangenen Wintern erfroren viele Menschen in Ostrumänien. Oft zu spät hatte die rumänische Regierung (unter Druck der EU) den Notstand ausgerufen. Viel Schneefall und dauerhafte Temperaturen von minus -33°C ließen Stromleitungen zerbersten, Fernwärme versagen und Infrastruktur unter Eisschichten verschwinden. Alte und schwache Menschen erfroren in ihren ländlichen Häusern (Hütten).
Markus Raabe übergibt wichtige Medikamente an seinem Tierarzt Dr. Ursache bei minus 32°C!!
Bild: Markus Raabe & Dr.Ursache verteilen Hilfsgüter in Ostrumänien bei arktischen Temperaturen.

Die Schere zwischen armen und reichen Menschen klafft immer weiter auseinander in Deutschland, der EU , besonders Osteuropa. Auch in Deutschland sprechen wir bereits von steigender Kinder – und Altersarmut,leider! Viele deutsche Rentner können sich nicht einmal eine Krankenversicherung im Alter leisen und sind auch nur unliebsame “Kunden” bei den gesetzlichen Versicherern.
Jedoch hat die Armut in Osteuropa (in unserer EU) noch ein viel härteres und hässlicheres Gesicht als die meisten Menschen es sich in der BRD überhaupt vorstellen können. Menschen welche dauerhaft Hunger leiden, im Müll leben und absolut keinen Zugang zu medizinischer Betreuung erhalten sind real in unserem Europa, unserer EU.

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Ja, in diesem Haus in Ostrumänien leben Menschen. Menschen mit Hoffnungen, mit Ängsten und auch mit alltäglichen Schwierigkeiten. Kein Strom, kein fließendes Wasser. Für viele hunderttausende solcher einfachsten Bauersleute ist es noch heute ein Problem die eigenen Fäkalien aus dem Trinkwasser fern zu halten oder den Schulbesuch für die Kinder zu ermöglichen. 

Wer in einem solchen Haus lebt?

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Zum Beispiel diese beiden Kinder!

Leider haben wir eine internationale Wirtschafts- und Eurokrise. Griechenland, Spanien, der Euro, die Finanzmärkte, Rettungsschirme, Terroranschläge usw.. Seit Jahren konfrontieren wir die zuständigen internationalen Behörden, erfolglos. Das wirtschaftliche Interesse von West- und Zentraleuropa geht stets vor Extremarmut in Osteuropa.

die Kinder sind unsere Zukunft,auch diese, es liegt an uns etwas daraus zu machen..
Bild oben:Auch als Tierschutzorganisation darf man nicht einfach das menschliche Elend übersehen.

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Team Equiwent liefert auch bis zu minus 33°C Hilfsgüter für Menschen und Pferde in die entlegensten Winkel unserer EU.
Jährlich liefert Equiwent über 30 Tonnen Hilfsgüter nach Ostrumänien. Nicht Altkleider, sondern Medikamente, Gerätschaften, Grundnahrungsmittel und Bildung haben wir im Gepäck!

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Bild oben: Hier wird gerade ein Pferdebesitzer belohnt. Der Equiwent-Schmied
versorgt kostenlos die Hufe weil das Pferd wohl genährt und gut gepflegt ist.

Paradebeispiel Ostrumänien/ Rumänien
Das Urlaubsland war schon in den 60ern und 70ern Rumänien mit seinen Stränden am schwarzen Meer bestens bekannt. Abgesperrte Bezirke für die zahlenden Touristen waren das Einzige was man als Ausländer zu sehen bekam. Auch heute ist zB Westrumänien mit seinem schönen Transylvanien ein beliebtes Urlaubsland. Doch nach Ostrumänien fährt in der Regel niemand freiwillig .
Ghettos und Armutsviertel die am Warschauer Ghetto anknüpfen müssten eigentlich ein Dorn im Auge der EU und auch im Auge der rumänischen Regierung sein. Aber das Problem wächst jährlich mehr aus den Fugen und die internationale Antwort hierauf ist Massenschweigen.

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Bild oben: Damals, zu unseren Anfängen,
zeigten wir den Menschen den fachgerechten Umgang mit ihren Pferden.
Heute machen wir das noch immer!
Team Equiwent schult Menschen, besonders die Kinder. Das Pferd ist das einzige Fortbewegungsmittel dieser Menschen.

Nach Schätzungen leben derzeit ca 2- 3 Millionen Analphabeten in Rumänienca 1,5 Milionen Kinder besuchen keine oder nur teilweise eine Schule. Sie werden niemals Lesen oder Schreiben lernen. Niemals werden die Ärmsten in unserer EU einen Führerschein machen können, einen Beruf ausüben oder Steuern zahlen können. Und dass, weil wir eine internationale Politik des Wegsehens und Totschweigens erleben. Dinge wie Organhandel, Prostitution, Zwangsehe, Kinderprostitution und Menschen- sowie Kinderhandel sind die Folge unseres Versagens. Die jüngste Mutter in Rumänien ist 9 Jahre alt, sie wurde nicht freiwillig zur Mutter. Für 500 Dollar kann ich mir in Ostrumänien eine Leber, Nieren oder einen kompletten Menschen kaufen. Mädchen (Kinder schon ab13 Jahre) sind bereits  eine beliebte Ware in den Bordellen Europas, auch in Deutschland! Vielleicht sind es sogar die selben Männer welche Tagsüber Hassparolen über Zuwanderer im Netz verbreiten und sich Abends mit einem osteuropäischen Mädchen vergnügen? Aber wen interessiert das schon?  Richtig ist doch das gerade wir Deutschen den Moralfinger besonders über unsere EU-Nachbarn erheben, oder? 

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Diese Karre ist das einzige Fortbewegungsmittel der Ärmsten in unserer EU. Stellen sie sich bitte vor dass der Hofherr seine hochschwangere Frau mit Entbindungsproblemen zur ärztlichen Behandelung in die 36 km entfernte Stadt bringen muss, mit dieser Karre! Aber das wird nicht passieren denn diese Bauersfrau hat eh keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung, sowie hunderttausende Menschen in Rumänien -ohne Geld.

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Mir fehlen selbst die passenden Worte um dieses Bild zu kommentieren. Aber bitte glauben sie mir, wenn sie selbst sehen würden was wir ständig sehen, so würden sie anders über unser wundervolles Deutschland denken und dem Herrgott danken hier geboren zu sein.

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Equiwent ist schon lange keine reine “Pferdehilfe” mehr. Auch die Menschen, ins besonders die Kinder und die Alten, sind die Schwerpunkte unserer Arbeit.
Das Schulpflichtgesetz ist ein fester Bestandteil in Europa. In Rumänien wird es mit der Schulpflicht leider nicht genau genommen. Aber hier liegt der Schlüssel zur Wandlung begraben. Unser Patenprogrmm (seit Ende 2012 aktiv) fördert eine schulische Bildung der Kinder und eine Betreuung der Kinder durch unsere Ärzte. Gerade für die rumänischen Mädchen kann diese Hilfe lebensrettend sein.

Die Schulbildung in Form von wissenschaftlicher Bildung , so wie die moralische Förderung und auch die Vermittlung eines sozialen Gemeinschaftsgedankens müsste der erste bedingungslose Schritt in eine besser Zukunft sein. Begriffe wie “Armutszuwanderung” “Sozialschmarotzer” waren 2014 und 2015 immer häufiger zu hören. Die Antwort kann nur eine massive Bildungsbombardierung seitens Brüssel auf die bildungsfernen Armen in Osteuropa sein.  Jedoch findet nichts dergleichen statt. EQ 1036
Bild oben: Equiwent hilft dort wo niemand anders sein möchte!

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Für viele Menschen ist der Equiwent-Arzt der einzige geschulte Ansprechpartner in den Ghettos. Es war ein großes Glück für mich 2008 diesen Mann zu treffen und ihn als Freund und Mitarbeiter gewinnen zu können.

Kostenlose Hilfe- ohne eine Gegenleistung!
Humanitäre Hilfe beruht auf dem Gedanken, dass jeder Mensch ein Anrecht auf körperliche Unversehrtheit und damit Schutz vor Schmerz und Gewalt hat. Nothilfe ist stets bedingungslos.

Die Equiwent Hilfsorganisation wird an der Verbesserung der Lebenssituation der Ärmsten in unserem Europa arbeiten.

Herzlichst, ihr Markus Raabe und das gesamte Team Equiwent

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