Über uns / Hilfe für die Pferde

Kurzbeschreibung von  Equiwent Hilfe: Mensch und Tier e.V.

Equiwent Hilfe e.V. kümmert sich hauptsächlich um die Arbeitspferde in Rumänien, aber auch in anderen Ländern und in Deutschland.  Equiwent ist mit zwei eigenen mobilen Tierarztpraxen und  mobilen Hufschmieden in Ostrumänien (nahe der Stadt Iasi) der Ansprechpartner für unzählige Arbeitspferde. Seit Oktober 2015 betreibt Equiwent auch nun die erste “Non-Profital-Klinik” in Rumänien, vermutlich die erste in Europa.
Außerdem hat Equiwent eine umpfängliche Station in Deutschland, Tierärzte und Hufspezialisten kümmern sich hier um Pferde in Not, beschlagnahmte Pferde usw..
Ostrumänien:
Der erste Schritt
 ist stets die medizinische und orthopädische Versorgung der Arbeitspferde, sowie der Ergänzug von fehlenden Ausrüstungsgegenständen zB Halfter und Gebisse.
Der zweite Schritt
ist die Schulung und Sensibilisierung der Besitzer. Das besondere an den Equiwent Hilfe e.V. ist die ehrenamtliche Organisation. Equiwent gibt weder Geld für Porto, Büro, Verwaltung oder bezahlte Mitarbeiter aus. Equiwent beschäftigt weder eine Werbeagentur noch Fundraiser! Equiwent besteht aus Tierärzten und Hufschmieden die finanziell unabhängig sind. Das macht uns zu etwas besonderem!

  • Die Equiwent Hilfsorganisation wurde 2008 von Markus Raabe gegründet und ist seit dem uneingeschränkt gemeinnützig. Die Hauptaufgabe von Equiwent ist die Verbesserung der Lebensqualität der osteuropäischen  Arbeitspferde. Der Equiwent e.V. ist heute eine sehr bedeutende Hilfsorganisationen für Pferde!
  • Seit 2008 stellt Equiwent täglich die medizinische Versorgung und die Hufbearbeitung für viele Pferde in Ostrumänien sicher, kostenlos!! Unser betreutes Gebiet ist 2 mal so groß wie das Saarland und liegt unterhalb der Ukraine in Nord-Ostrumänien in der Region Iasi und Suceava.
  • Speziell für Ostrumänien ( im Brennpunkt des Elendes) haben wir zwei mobile Tierarztbetriebe unter der Leitung von Dr.med. vet. Petre Ursache und Dr. med.vet. Alexander aufgebaut.
  • stationäre Tierklinik in Nordostrumänien für Groß-und Kleintiere.
  • Auch in anderen Ländern in der EU ist Equiwent aktiv, auch in Deutschland.
    Zudem unterstützt Equiwent Familien in Ostrumänien welche aus eigenen Anstrengungen kaum noch lebensfähig sind, dafür müssen die Familien ihre Kinder in die Schule schicken. Somit sichert heute Equiwent für viele Kinder die Schulbildung. Bildung ist die einzige Möglichkeit die dortige Gesellschaft zu verändern.
  • Das Gesamte Team in Deutschland arbeitet ehrenamtlich, also unendgeldlich.
  • ZB Telefon oder Portokosten werden vom 1.Vorsitzenden übernommen.
  • Equiwent ist frei von politischem oder religiösem Einfluss.
  • Equiwent gibt kein Geld für Werbung aus und beschäftigt keine Fundraising- Agenturen.Das Büro ist selten besetzt und wird ehrenamtlich, meistens Nachts, vom 1.Vorsitzenden verwaltet. Ein Anrufbeantworter ist immer im Einsatz, wir melden uns stets zurück. Equiwent verursacht keine Verwaltungskosten!

 Equiwent baut keine Tierheime und verbringt keine Tiere nach Deutschland!
Equiwent bezieht sich ausschließlich auf nachhaltige Maßnahmen um direkt vor Ort zu helfen.
Equiwent hüpft nicht von einem Projekt zum nächsten um bei „Modeereignissen”  dabei zu sein, sondern konzentriert sich auf die ausgeprägten Missstände in  Ostrumänien.  Equiwent bombardiert niemanden mit E-Mails um mehr  Spendenbereitschaft heraus zu kitzeln.

  • Unsere Anstrengungen wurden bereits vom ZDF, ZDF infokanal, RTL,RTL2 , SAT1 , VOX und dem NDR verfilmt.

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Bild oben: Equiwent übersieht nicht die Not der Menschen und hat nachhaltige Konzepte entwickelt.

Wie es begann:

 Durch seine Qualifikationen als Schmied mit Schwerpunkt der Orthopädie ist Markus Raabe seit vielen Jahren auch im Ausland tätig. Neben der praktischen Arbeit fanden an vielen Orten Seminare und Schulungen durch ihn statt.

2005 wurde von Markus Raabe das Projekt “Schmiede ohne Grenzen” ins Leben gerufen.

“Schmiede ohne Grenzen” machte sich die medizinische Notversorgung rund ums Pferdebein und die Schulung von Besitzern und Schmieden u.a. in Polen, Russland, Ungarn, Belgien, Frankreich, Irland und Mallorca zur Aufgabe.

 

Daheim in Deutschland hält Equiwent einen Quarantänestall bereit. Dieser kann zB von Veterinärämtern genutzt werden um verwahrloste Pferde zu pflegen.
Im November 2005 wurde Markus Raabe für engagiertes Handeln im Tierschutz von der Bezirksregierung Arnsberg ausgezeichnet.
2013 wurde der deutsche Tierschutzpreis an Markus Raabe vergeben.

2008 – Die Firma Equiwent (Inh. Markus Raabe) gründet den Verein “Equiwent Hilfe: Mensch und Tier e.V.”

 Im Sommer 2008 ist dann die schreckliche Situation in Ostrumänien durch Markus Raabe in Augenschein genommen worden. Die nationalen Printmedien haben damals ausgiebig berichtet.
Um  die schreckliche Situation in Rumänien grundsätzlicher und umfassender zu ändern, wurde ein eigenständiger Verein unter der Führung von Markus Raabe, Sandra Raabe sowie  Tiffany Hild gegründet. Dass dieses Projekt schon innerhalb von wenigen Jahren zu einem solchen Mammutprojekt heranwachsen würde, hätte damals niemand geahnt.

Alltäglicher Tiertransport 2008,2009,2010, 2011, 2012, 2013, 2014,2015… in Rumänien (EU). Qualvoller kann man nicht transportieren.
Menschen zu sensibilisieren ist unsere größte Herrausforderung.

Ziele des Equiwent e.V.

1. Ursachenbekämpfung:
Einsatz für eine soziale Integration (durch Bildungsmaßnahmen)  für Minderheiten in der EU.
Der Equiwent e.V. steht mit Regierungsbehörden in Berlin, Brüssel und Bukarest in Verbindung und fordert die Umsetzung des geltenden EU-Rechts für Mensch und Tier ein.

2. Aktive Tätigkeiten vor Ort:
Schulung von rumänischen Hufschmieden und Pferdebesitzern im Hufbeschlag, der medizinischen Versorgung und der täglichen nötigen Betreuung ihrer Pferde – aktive langfristige Hilfe/Versorgung der Pferde vor Ort
Diese Hilfe betrifft sowohl den Hufbeschlag als auch die medizinische Versorgung der Pferde, Verabreichung von Wurmkuren, Impfen usw.
Das Ersetzen  von Draht und Ketten gegen Halfter, Kopfstücke, Gebisse etc., die Verletzungen hervorrufen geschieht täglich durch Equiwent in den Kriesenregionen.
Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, wird mit einem “Belohnungssystem” für die Pferdebesitzer gearbeitet. Eine Notversorgung gibt es natürlich für alle Pferde. Jedoch werden Besitzer, die ihre Pferde in einem vergleichsweise guten Zustand zeigen, durch weitere besondere Zuwendungen belohnt, z.B. erhalten sie neue zusätzliche Ausrüstungsgegenstände.
So kann man dieses “Bonussystem” am besten fortsetzten. Diejenigen, die regelmäßig kommen, um ihre Pferde versorgen zu lassen, haben nicht nur den Vorteil, Beschläge, Medikamente oder andere Dinge umsonst zu erhalten wenn sie diese benötigen, sondern sie haben auch gesündere Pferde, die besser arbeiten und länger “halten”. Das soll  auch die anderen Pferdebesitzer motivieren.

Die Gegebenheiten

Betroffen sind in Rumänien in der Stadt Iasi mit ihren Außenbezirken ca. 25 – 35.000 Pferde, die dort unter grausamsten Bedingungen leben und von ihren Besitzern täglich unvorstellbare Misshandlungen erdulden müssen.
Diese Misshandlungen finden aus Unwissenheit statt. Die Pferdehalter haben bisher keinerlei Schulung oder Unterweisung in artgerechter Pferdehaltung erhalten. Sie wissen nichts von den Bedürfnissen der Tiere. Vielmehr sind die Menschen existenziell auf die Pferde angewiesen, denn die Menschen wissen selber nicht, wie der kommende Tag verlaufen wird, wie sie ihre Familien ernähren sollen oder ob es am nächsten Tag etwas zu essen geben wird. Ihre einzige Möglichkeit die eigene Existenz zu sichern sind die Pferde, welche die oftmals schwere Arbeit verrichten müssen. Um die Tiere zu dieser Arbeit zu “motivieren” kursieren in den betroffenen Regionen noch mittelalterliche Vorstellungen.
Diese Pferde werden dort von den Sinti und Roma als Arbeitstiere gehalten oder leben als wild streunende Pferde an den Stadträndern.
Viele Pferde werden auch einfach „ausgesetzt“ wenn die Dienstbrauchbarkeit verfallen ist.
Die Arbeitspferde ziehen von morgens bis abends riesige Wagen mit Baumaterialien und anderen Dingen – übersät mit Wunden, die von schrecklichen, selbst gebastelten Geschirren und Kopfstücken stammen. Zum Teil bestehen diese aus Ketten und Drähten, die den Pferden lange Zeit nicht abgenommen wurden und tief ins Fleisch eingewachsen sind. Mundstücke, selbst erstellt aus Fahrradketten und Eimerhenkeln, reißen den Tieren das Maul blutig. Dabei erhalten diese geschundenen Kreaturen weder Pflege noch Futter von ihren Besitzern. Während der arbeitsfreien Zeit werden sie mit Jalousiebändern an den Beinen gefesselt (“gehobbelt”), so dass sie sich nur mühsam mit winzigen Schritten fortbewegen können.
Eigentlich gibt es kein Pferd, das nicht schwerste Verletzungen an den Gliedmaßen aufweist. Offene Wunden, nekrotische Stellen und Phlegmonen (eitrige Zellgewebsentzündungen, die die gesamten Gliedmaßen betreffen, sind an der Tagesordnung. Unter diesen Schmerzen leidend, versorgen sie sich selbst mit Futter vom Straßenrand, von Abfallbergen etc.

 

Eingewachsenes Geschirr

Unversorgte Wunde

Kadaver in der Natur
Die Pferde sind sehr mager, viele fast bis auf das Skelett abgemagert, müssen aber ihren täglichen Dienst vor dem Karren so lange ertragen, bis sie tot zusammenbrechen.
Zu den Verletzungen, die durch die Arbeit und die schlechte Haltung entstehen, gibt es noch viele andere, die den Tieren vorsätzlich beigebracht werden. Die lethargischen, halb toten Pferde, werden mittels Misshandlungen für den Einsatz für noch ein paar weitere Tage “gepuscht”. So leisten sie noch bis zum Tod ihre Arbeit.
In den Augen mancher Menschen dort in Rumänien haben die Tiere keinerlei Wert. Einen wirklichen Einblick in die Schrecklichkeit und Grausamkeit der Verhältnisse dort in Rumänien können weder dieser Bericht noch die Fotos auch nur annähernd vermitteln.

Unsere Hilfe

Der Equiwent e.V. ist mit seinem Team, Sponsoren und Fördermitgliedern zu einer starkem Partner für tausende der Not leidende Pferde geworden.  Großen Zuspruch erlangte das Team um den Hufschmied Markus Raabe in den letzten Jahren dadurch das die Vereinsarbeit zu 100% ehrenamtlich vom Vorstand getätigt wird.Es wird kein Spendengeld in Fundraising, Werbung ect gesteckt. Nichteinmal Telefon oder Portokosten werden durch Spenden finanziert. Daher ist der Equiwent e.V. zu einem einzigartigem Projekt gewachsen. Unendgeldlich und hochmotiviert ist das Motto!
Unsere Fördermitglieder und Sponsoren unterstützen unser Projekt durch finanzielle Zuwendung. Hierdurch konnten wir eine Klinik in Rumänien aufbauen, die täglich den Pferden zur Verfügung steht, kostenlos!
Aber, dass Kernproblem ist die fehlgeschlagene soziale und kulturelle Integration der Roma und Sinti in die breite rumänische Bevölkerung.
Auch wir haben erhebliche Diskriminierungen (gegen die Roma) in Rumänien beobachten müssen.
Unser Klinik und das Schmiedeteam in Ostrumänien sind ein fester Partner für lernwillige Pferdebesitzer geworden. Vor Ort behandelt das Team Equiwent Wunden sowie  Verletzungen. Die fortlaufenden Schulungen der Besitzer im fachgerechten Umgang der Tiere sind ein fester Bestandteil vom Equiwent e.V.
Die Zielsetzung von Markus Raabe verfolgte von Anfang an ein nachhaltiges Konzept wobei sich die Lebenssituation der betroffenen Pferde vor Ort verbessern sollte. Neben tausenden von Wurmkuren und große Mengen an Halftern, Gebissen, Hufbearbeitungen und Medikamenten, bietet  Equiwent, für jedes vorgefundene  Pferd, kostenlose medizinische Betreuung an.
Equiwent Hilfe e.V. oder Schmiede ohne Grenzen e.V sind heute fast jedem Pferdebesitzer in Deutschland schon einmal zu Ohren gekommen.
Neben den normalen Medien wie Internet oder Fachzeitschriften sind die Erfolge der “Pferdehilfe –Rumänien“  bereits in der ARD, RTL2 und im ZDF, Sat1, Vox verfilmt worden. Welche Größenordnung dieses Projekt noch erreichen wird ist nicht vorher zu sehen. Letztendlich entscheiden das unsere Förderer.

M.Raabe und Dr. Ursache vor der Kamera. Von 2009 -2014 wurde alleine  auf ARD, ZDF, RTL,Vox,Sat1, Pro7, NDR und WDR zahlreiche Reportagen über das Team Equiwent gezeigt. Mittlerweile ist equiwent nicht mehr alleine. Auch andere Organisationen kämpfen in Rumänien für die Arbeitspferde.

Raabe und Hild bei einer Schulung, wir werden stets positiv begrüßt.

    

  M. Raabe bei einer Augenbehandlung

M. Raabe und T. Hild in Rumänien         

                   

Bild: Tiffany Hild fertigt Spezialhufeisen welche als “Belohnung” für gute Pferdepflege verteilt werden: Diese
           Hufeisen werden dort durch uns, oder durch unsere Hufschmiede, fachgerecht angebracht.
           Wir produzieren abertausende Beschläge jährlich um die Arbeitspferde vor “heimischer Hufbeschlagskunst” zu schützen.

Equiwent  -  Wir sind bei den Pferden!

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